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Médecins Sans Frontières
Ernährungskrise Sahel

Die Sahelzone erlebt eine der schlimmsten Ernährungskrisen seit Jahren. Unbeständige Niederschläge, schlechte Ernten, steigende Lebensmittelpreise... mehr
Die Sahelzone erlebt eine der schlimmsten Ernährungskrisen seit Jahren. Unbeständige Niederschläge, schlechte Ernten, steigende Lebensmittelpreise, eine vorzeitige Erschöpfung der Nahrungsmittelvorräte sowie ein unzureichender Zugang zu medizinischer Versorgung lassen immer mehr Menschen an Mangelernährung leiden.
Im Tschad ist MSF in der Hauptstadt N’Djamena sowie in verschiedenen ländlichen Gebieten tätig. Seit Beginn des Jahres sind bereits über 15 000 mangelernährte Kinder in unsere Programme aufgenommen worden; die überwiegende Mehrheit davon in den Sommermonaten Juni bis August 2010.
In manchen Regionen von Niger leidet jedes fünfte Kind an akuter Mangelernährung. Seit Januar 2010 haben wir rund 65’000 Kinder behandelt und nehmen an, dass diese Zahl bis Ende Jahr auf etwa 150'000 ansteigt. Nebst den Behandlungen verteilen wir über einen Zeitraum von vier Monaten eine spezielle Zusatznahrung für 26'000 Kinder in Mirriah, in der Region Zinder. Dieser Einsatz hat zum Ziel, den Kindern mit ungenügender Nahrungszufuhr eine Minimalration zu sichern und so zu verhindern, dass sich ihr Zustand weiter verschlechtert.
